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Kurzbericht des Törns:

Der ausführliche Bericht liegt als PDF-Datei hier [1.088 KB] vor.

Mit „Daddeldu“ längs Göta Kanal

Von Berlin über Stettin-Usedom-Darß-Rügen-Stralsund-Göteborg-Trollhättan-Vänersborg-Vänernsee-Sjötorp-Töreboda-Vikensee-Karlsborg-Vätternsee-Askersund-Motala-Berg-Linköping-Roxensee-Söderköping-Mem-Arkösund-Trosa-Södertälje-Stockholm-Trosa-Trelleborg-Saßnitz zurück nach Berlin

Eine einmalige Gelegenheit verschaffte uns im Sommer 2003 die Möglichkeit, unseren Jollenkreuzer mit einem Trailer nach Schweden zu transportieren und hier den viel besungenen Göta Kanal zu befahren und die Nase in die Schären der Ostküste zu stecken.
Die Fahrt verlief von Berlin über den Oder-Havel-Kanal und die Oder nach Stettin. Nach 3 Wochen Boddengewässer um Usedom, Rügen bis zum Darß, wurde am 9.7. das Boot verladen, mit der Fähre nach Trelleborg und weiter nach Göteborg gebracht und hier wieder eingesetzt.
Den Göta Älv aufwärts fahrend erreichten wir zunächst über den Trollhätte Kanal mit seiner imposanten Schleusentreppe, den riesigen Vänernsee. 5 Tage segelten wir von Vänersborg im Süden entlang des Westufers und quer über den See durch die malerischen Schärengebiete zum Fischerort Spiken und über Lackö nach Sjötorp im Nordosten zum Eingang des Göta Kanals.
Nun waren 20 Schleusen aufwärts zu bewältigen, bis wir nach 35 km interessanter Kanalfahrt mit dem Viken den mit 91 m höchstgelegenen See des Kanals überqueren konnten. Bei Forsvik, der ältesten Schleuse, begannen 58 km Abstieg über weitere 38 Schleusen, darunter die siebenstufige Schleusentreppe bei Berg, bis zur Ostseeküste wiederum durch landschaftlich reizvolle Seen und Kanalstrecken.
Wir segelten von Karlsborg über den Vätternsee durch idyllische Schären nach Askersund, Vadstena und Motala. Der Roxensee bot eine weitere Gelegenheit zum Segeln über „großes Wasser“ und einen Abstecher zur Stadt Linköping. Der Kanal schließlich führte uns nach Söderköping.
Nach 30 Tagen auf schwedischen Gewässern begann nach der letzten Schleuse des Kanals in Mem die Fahrt durch die inneren Schären der Ostküste und über den Södertälje Kanal in das Gebiet der Mälaren. In Stockholm erkundeten wir 3 Tage lang die farbenfrohe und lebendige Metropole mit ihren modernen Shoppingstraßen und historischen Bauwerken, dem prunkvollem Königsschloss und vielen unterschiedlichen interessanten Museen.
Wir fuhren unter Segel oder Motor, wie die Gewässer und die sehr unterschiedlichen Wetterbedingungen es zuließen, besichtigten Museen, Schlösser und Festungen, kleine malerische Ortschaften und geschichtsträchtige Städte, fuhren mit den Fahrrädern auf den Treidelpfaden des Kanals oder wanderten über Schäreninseln und durch urwüchsige Wälder entlang unseres Kurses.
Am 3.9. verluden wir in Trosa unser Schiff, das ebenso wie die Crew den Törn schadlos und erfolgreich bewältigt hatte, wiederum auf den Trailer, vertauschten Pinne mit Lenkrad und über Autobahnen und Landstraßen und mit der Fähre Trelleborg-Saßnitz erreichten wir Berlin und setzten das Boot in das Wasser der Müggelspree.
Damit endete nach 81 Tagen ein Törn über 1242 Segelkilometer und einer Gesamtwegstrecke von 1801 km mit 72 Schleusen, der uns lange in guter Erinnerung bleiben wird.